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Presse

4. August 2016 / Jochen Pohlink / Kornbach/Stelzen / Mehltheuer, 4VIII´16

Eine Woche Abenteuer in der Natur

„Hier zu sein, ist ein ganz tolles Erlebnis. Wir haben viel unternommen und auch gelernt, aber wenn es morgen nach Hause geht, ist es auch wieder schön bei der Familie zu sein“, lässt sich Martha (11) entlocken. Sie ist mit weiteren vier Leipziger Mädchen unter Leitung der Naturpädagogin Melanie Heyde seit Montag auf der Wieselburg. Dort lebt es sich ungezwungen. Ohne Ankündigung kann ein Besucher nicht erwarten, dass auch nur einer im Camp anzutreffen ist. Alle Türen der Unterkünfte, der Küche und des Speisewagens stehen sperrangelweit offen, die Badekleidung hängt zum Trocknen über der Einfassung des Lagerfeuerplatzes und keiner ist zu sehen. Dann endlich kann man die Gruppe am Waldrand ausmachen, die sich entschlossen hat ins Camp zurückzukehren. Alle Mädchen haben ein Zeichenbrett bei sich und präsentieren stolz ihre Werke: Beobachtungen aus der Natur – hier ein Fuchs, dort ein Lagerfeuer oder die Impression eines Gebüschs. Heyde ist seit Ostern 2015 schon mit dem 6. Camp auf der Wieselburg. Der Kontakt zu Thomas Hohl kam durch einen Fortbildungskurs der Naturschule Freiburg i. Br. in Dresden zustande und die Frau aus Leipzig fand das Angebot des Umweltwiesels auf die Wieselburg zu kommen sehr interessant. Seit drei Jahren ist sie als Naturpädagogin selbstständig und bietet Erlebnisprojekte von Kindergeburtstagen bis eben zu Camps an.

„Vorige Woche ging es viel turbulenter zu, da waren auch Jungen dabei, die natürlich unter Abenteuer noch etwas Tolleres verstehen als die Mädchen. Trotzdem haben wir viele verschiedene Dinge ausprobiert. Gleich am Montag waren wir am Abend noch im Wald um ein paar Heidelbeeren zu sammeln, die am nächsten Tag die Geburtstagtorte für Namoonga zierten, die gerade im Camp ihren 9. Geburtstag feierte. Dabei wurde es langsam dunkel und so die ganze Sache zu einer abenteuerlichen Sache für die Mädchen zwischen 9 und 15“, erzählt Heyde. „Schön waren jeden Abend zum Abschluss die Märchen von der Bernsteinküste, die vorgelesen wurden. Sie entführten uns in den Bereich ihrer Entstehung“, sagt Carla (8). Und am abschließenden Abend wird die Lichterreise der Kinder sicher zu einem bleibenden Erlebnis: Teelichter säumen zu Beginn den Weg der Reise bis plötzlich keine mehr aufleuchten. Sie werden dann durch Töne ersetzt, die den Weg in die Dunkelheit festlegen. Am Ende steht dann wieder ein Märchen.

Dabei ist der Aufenthalt im Freien für die Großstadtkinder nichts Ungewöhnliches: Alle stammen aus naturverbundenen Familien und sie besuchen auch alle eine der beiden Leipziger Waldorfschulen. Dennoch werden sie nach unvergesslichen Erlebnissen am Montag in das neue Schuljahr starten.

Gruppenfoto Naturcamp Wieselburg
1 – Eine fröhliche und abenteuerliche Ferienwoche erlebten (von links) Cynthia (15), Carla (8), Ida (11), Martha (11) und Namoonga (9) gemeinsam mit ihrer Betreuerin Melanie Heyde aus Leipzig und Hund Max im Camp auf der Wieselburg von Thomas Hohl in Stelzen.
Die Teilnehmerinnen im Boot
2 – Dass das Bootfahren ganz ohne Erwachsene Spaß macht, stellten auf dem zur Wieselburg gehörenden Teich die Leipziger Mädchen (von vorn im Boot) Carla, Martha, Ida, Namoonga und Cynthia während des Abenteuercamps in der letzten Ferienwoche unter Beweis.
Mädchen präsentieren ihre Bilder
3 – Auch die gestalterische Tätigkeit kam beim Abenteuercamp auf der Stelzener Wieselburg in der letzten Ferienwoche für die Leipziger nicht zu kurz: Stolz präsentierten Carla, Namoonga, Cynthia, Martha und Ida (von links) ihre Skizzen, die im Wald entstanden.